Schlagzeug/Percussion

Schlagzeug. Nicht alle unserer Schlagzeuger sind hier zu sehen.

Das Herz eines jeden Orchesters, die „Rhythmus-Abteilung“

In einem harmonischen Blasorchester, sowie die Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst es ist, ist der Bereich „Schlagzeug“ etwas weiter zu differenzieren.


Zum einen das Schlagzeug an und für sich

Sowohl bei unseren Konzerten, wie auch bei den Platzkonzerten der Schützenfeste und anderen Auftritten ist das Schlagzeug (eng. Drum-Set) Mittelpunkt der Rhythmus-Reihe.

Die Stadt- und Feuerwehrkapelle spielt auf einem schwarzen Sonor-Champion-Set bestehend aus einer 22“ Bass-Drum, 14“ Snare-Drum, sowie einer 12“, einer 13“ und einer 16“ Tom.

Die Hardware ist vollständig von Tama. Das Beckenset von Paiste – bestehend aus 14“ Hi-Hat, 16“ Crash und 22“ Ride-Becken.

Die Bass-Drum (große Trommel) ist das Fundament am Set. Sie spielt den Bass-Part in vielen Stücken mit oder gibt den Beat vor in der Unterhaltungsmusik. Die Snare-Drum (kleine Trommel) ist meist der Gegenpol zur Bass-Drum. Auf der Snare wird in der Regel die 2 und 4 eines jeden Taktes betont, was auch die Schlägen sein sollten, bei denen der Zuhörer mitklatschen kann. Die Toms werden in der Regel für Läufe – so genannte Fill ins – und Solis verwendet. Die Becken sind oft die Hauptbestandteile, die den Rhythmus vorgeben, auf denen viel variiert wird und auch einzelnd für Effekte genutzt werden.

Ein entscheidender Vorteil am Schlagzeug ist, dass dieses Instrument sehr gut für Rechts- wie auch für Linkshänder geeignet ist. Wenn das gesamte Set „spiegelverkehrt“ zum eigentlichen Aufbau gestellt wird, ist es die optimale Ausrichtung für einen Linkshänder-Schlagzeuger. Da wir beides in der Kapelle vertreten haben, werden Spielpausen auch gerne mal zum Umbau genutzt.



Marschbesetzung

Da ein solches Schlagzeug auf einem Marschweg, welcher durch Blasorchester wie die Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst musikalisch begleitet wird, nicht so gut zu transportieren ist, spielen wir auf dem Marsch mit den drei Grundelementen des Schlagwerk.

Zum einen wiederum die Große Trommel, welche den Takt angibt, und den „Mitläufern“ beim Gleichschritt halten helfen soll. Diese schlägt im Grundrhythmus auf der 1, und sagt somit „linker Fuß“. Zur Abwechslung spielt die große Trommel somit: „Links - Links - Links, Rechts, Links.“

Den gleichen Rhythmus halten auch die Marschbecken. Sie schlagen parallel zur Großen Trommel. Bei Unterhaltungsmusik im Stand, wenn wir lediglich in dieser „Marschbesetzung“ spielen, kann es auch vorkommen, dass die Becken entgegen der großen Trommel – also im Off-Beat – spielen, oder durch den Schlagzeuger an der kleinen Trommel ebenfalls mit Rhythmischen Variationen mit gespielt wird. Hauptbestandteil der Marschausfertigung ist die kleine Trommel. Wir spielen auf zwei Sonor-Parade-Snare-Drums in den Größen 14“ x 10“ und 14“ x 12“. Der „schnarrende“ Klang dieses Instrument ist das wohl bekannteste der Rhythmusinstrumente auf dem Marsch. Aufgrund der „Locke“ welchen den Wechsel der Kapellen angibt, auch sicherlich eins der Wichtigsten.


Kleinpercussion

Gerade die Unterhaltungsmusik lebt vom Rhythmus. Da reicht das Schlagzeug an und für sich nicht aus. Zu unserer Grundausstattung zählen somit noch Congas und Bongos, das Tamburin, Shaker, die Triangel, das Agogo-Bell, ein Holz-Agogo, Kastagnetten sowie zwei Sambapfeifen. Auch eher „ungewöhnliche“ Instrumente wie ein Hosengürtel und eine Fahrradklingel werden hier mit eingesetzt.

 

Konzertpercussion

Darüber hinaus, gerade bei unseren großen Konzerten, wird die Vielfältigkeit dieser Instrumentenriege deutlich. Am auffallendsten sind sicherlich die Kesselpauken. Aufgrund der Größe fällt hier auf der Bühne auch schnell die Konzert-Trommel aus. Ein Instrument, welches wie die große Trommel aus der Marschmusik anmutet, jedoch vom Klang her deutlich tiefer, hallender und schon fast "Gewitter-mäßig" ist. Aber auch „Melodie-Percussion“ wie ein Röhrenglockenspiel und ein Vibraphon kommen gelegentlich zum Einsatz.

 

Das Lernen

Wie jedes andere Instrument in der Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst, ist auch das Schlagzeug für sich bei uns zu erlernen. Der Einsatz der „Marschgarnitur“ folgt schon recht schnell. Der Umgang mit den Kleinpercussion wird im Rahmen der Orchesterproben durch einen der Satzführer vermittelt, bzw. im Rahmen der Probenwochenenden zur Konzertvorbereitung auch beigebracht und einstudiert. Der Umgang mit den Konzertpercussion wird nach bedarf vermittelt.

 

Die Musiker dahinter

Aktuell haben wir in der Stadt- und Feuerwehrkapelle fünf „hauptamtlich aktive“ Schlagzeuger. 

Viele unserer Schlagzeuger spielen obendrein noch ein Melodie-Instrument. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass wir bei Auftritten sehr flexibel sind, was die Besetzung angeht. Zum anderen vereinfacht die Notenkenntnis auch den Einsatz an der Melodie-Percussion.


Fazit

Ein vielseitiges Instrument für vielseitige Menschen und Musiker.


(Hendrik Meints)

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