Tenorhorn/Euphonium/Bariton

Tenorhorn/Euphonium/Bariton. Nicht alle unserer Hornisten/Baritonisten/Waldhornisten sind hier zu sehen.

Hier wollen wir Ihnen drei Instrumente vorstellen, die weitaus weniger miteinander zu tun haben, als der Name zunächst vermuten lässt

 

Tenorhorn

Das Tenorhorn gehört zu der Instrumentenfamilie der Bügelhörner. Es ist sehr eng verwandt mit dem Baritonhorn (kurz Bariton). Beide unterscheiden sich eigentlich nur durch ihre Mensur. Das Rohr des Baritons weitet sich in seinem Verlauf etwas mehr als das Rohr des Tenorhorns. Das hat einige klangliche Eigenschaften zur Folge:

Das Tenorhorn klingt ein wenig heller und eignet sich gut für höhere Passagen, während das Bariton einen dunkleren und vor allem in der Tiefe runderen Klang hat. Während das Tenorhorn in der Regel drei Ventile hat, hat das Bariton meistens vier.

Erstmals eingesetzt wurde das Tenorhorn um 1850 in der Militärmusik nach Erfindung der Ventile. Es wurde gebaut, um die Mittelstimmen (hauptsächlich die Posaunen) zu unterstützen. Weil es relativ spät erfunden wurde, ist es im Bereich der klassisch-sinfonischen Musik nur sehr selten zu finden. Dafür ist das Tenorhorn ein nicht wegzudenkender Bestandteil volkstümlicher und böhmischer, sowie militärischer Blasmusik.

 

Euphonium

Als amerikanisch, britisches Äquivalent zum Tenorhorn entstand mitte des 19. Jahrhunderts das Euphonium. Es hat keine Drehventile, sondern Punpventile und ist ähnlich dem Bariton eine weitere Mensur. Klanglich ähnelt es am ehesten dem Waldhorn.

 

Waldhorn

Während das Tenorhorn eine sehr kurze Geschichte hat, weiß man beim Waldhorn hingegen garnicht genau, wo man anfangen soll. Alles begann wohl damit, das man ausgehöhlte Tierhörner benutze, um Signale weiterzugeben. Funde weisen darauf hin, dass dies wohl schon seit 1500 v. Chr. So gemacht wurde. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich so aus einem Signalinstrument ein Musikinstrument. Die letzte große Veränderung war die Erfindung der Ventile 1813.

Vorher wie nacher erfreute sich das Waldhorn sehr großer Beliebtheit: kein klassischer Komponist wollte auf den Klang verzichten und auch im sinfonischen Blasorchester gehört das Waldhorn zur Standartbesetzung.

 

Der Klang des Waldhorns ist unwahrscheinlich facettenreich und begründet sich nicht zuletzt darin, dass für das Horn, als einziges Blechblasinstrument, ein Trichtermundstück verwendet wird.

(Kevin Linnemann)

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