Posaune

Auf dem Foto sind zu sehen: Christian Opitz, Kevin Linnemann, Matthis Kuhlmann. Nicht alle unserer Posaunisten sind hier zu sehen.

Egal ob als strahlende Mittelstimme oder als düstere Klangfarbe, die Posaune ist ein unglaublich vielseitiges Instrument. Das wussten auch schon die klassischen Komponisten, als sie im 18. Jahrhundert begannen die Posaune als festen Bestandteil in das Sinfonieorchester aufzunehmen. Heute ist die Posaune nicht mehr weg zu denken aus dem klassischen Orchester, der Blasmusik und dem Jazz.

 

Geschichte

Die erste Erwähnung findet die Posaune zwar in der Bibel, nur heute weiß man, dass es ein Widderhorn (das sogenannte Schofaroth) war, dass die Mauern von Jericho einstürzen ließ.

Die Geschichte der "richtigen" Posaune beginnt im 15. Jahrhundert, als sie sich als großer Bruder aus der Trompete entwickelte, deswegen wird sie im Englischen/Italienischen auch „trombone“(= große Trompete) genannt. Da die Posaune sich schnell als eigene Instrumentengruppe von den Trompeten löste, wurde sie mit der Zeit zu einer ganzen Instrumentenfamilie: Diskant- oder Sopranposaune, Altposaune, Tenorposaune und Bassposaune. Allmählich etablierte sich die Tenorposaune zum Hauptinstrument doch in vielen Orchestern ist auch eine Bassposaune vertreten. Die anderen Posaunen wurden sehr selten und dienen heute fast nur noch zu Show-Zwecken.

 

Bauweise

Die Posaune besteht aus Stürze und Rohr in zylindrischer Bauweise. Zur Tonerzeugung dient wie bei der Trompete das Kesselmundstück. Das eigentliche Geheimnis der Posaune liegt im Zug, denn im Gegensatz zu allen anderen gängigen Blasinstrumenten kann die Posaune alle Töne stufenlos miteinander verbinden. Das bedeutet, dass man anstatt Griffe festgelegte Zugpositionen lernen muss.

Kurzer physikalischer Exkurs: Desto Größer ein Klangkörper, umso tiefer der erzeugte Ton.

Auf die Praxis übertragen heißt das wiederrum, dass man es nur schaffen muss das Instrument zu vergrößern, um einen tieferen Ton zu spielen. Da trifft es sich gut dass man den Zug einer Posaune einfach rausschieben kann und sich der Weg der Luft so vergrößert. Das Prinzip ist also ganz einfach:Desto weiter man den Zug rausschiebt, umso tiefer ist der Ton der am Ende rauskommt.

 

Zum Schluss noch folgendes:

 

Eltern haben oft Bedenken, dass ihr Sohn/ ihre Tochter nicht genügend Luft haben könnte für ein Instrument dieser Größe: Das Stimmt nicht! Für die Posaune benötigt man nicht mehr Luft als für die wesentlich kleinere Trompete. Das zeigt sich schnell, sobald man die richtige Technik gelernt hat. Und sollte es tatsächlich dazu kommen, das ein junger Interessent noch nicht über die nötige Armlänge verfügt, können wir ihm die eigens dafür angeschaffte "Kinderposaune" anbieten, die dieses Problem mittels eines Tricks umgeht.

(Kevin Linnemann)

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